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Was gibt es zu berichten?  Viel ist passiert! Nun auch das, was wir lange nicht für möglich gehalten haben – Krieg in Europa.  

Auch Corona hat vieles verändert, einiges zum Guten und einiges zum Nachdenken. Gerade das zwischenmenschliche Miteinander hat gelitten. Fast alles wurde digital abgewickelt. Zumindest hat das gut funktioniert und wir konnten unsere Arbeit effektiv und ohne Einschränkungen erledigen. 

Ich habe mit einigen von Euch gesprochen und musste feststellen, dass manche unserer Vorstandsinformationen und Entscheidungen nicht klar genug kommuniziert wurden. 

Nun möchte ich einiges davon aufholen und auch Begründungen mitliefern. Dabei fange ich beim Neuesten an, damit das Wichtigste nicht verloren geht: 

Jahreshauptversammlung: Durch Corona sind wir in Verzug. Nun soll sie endlich am 3. Mai 2022 um 19 Uhr im Ratssaal der Samtgemeinde stattfinden. Alle hoffen, dass bis dahin die Coronawelle vorbei ist. Tragt Euch bitte diesen Termin in den Kalender ein. Er ist wichtig, denn dabei wird auch turnusgemäß der Vorstand neu gewählt. 

Termin eintragen: 03 Mai 2022 um 19 Uhr im Ratssaal der Samtgemeinde

Wie geht es weiter: Alle Bürgerbusse im Landkreis sind als wichtige Einheit in das Nahverkehrskonzept eingebunden. Die Arbeit der Bürgerbusse ist grundsätzlich anerkannt. Diese Anerkennung spiegeln auch unsere Fahrgäste täglich wieder zurück. Als Kreistagsabgeordneter ist es mir gelungen, die Zuschüsse des Landkreises um 2.000 Euro pro Jahr für alle BB-Vereine zu erhöhen. Die Zusammenarbeit mit den anderen BB-Vereinen und Vorständen hat sich dadurch auch sehr gut entwickelt. Wir ziehen an einem Strang! 

Flüchtlinge: Am Sonntag, dem 6. März kamen die ersten 20 Familien aus der Ukraine bei uns an. Da wir bereits aus der Welle 2015 kampferprobt sind und die Organisation im Griff haben, konnten wir in Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde diese Familien nach Bramsche mit 2 Bussen ins Aufnahmelager fahren. Am Montag, dem 7. März ging es dann Schlag auf Schlag weiter, und wir haben bei der Registrierung von weiteren 3 Familien (10 Personen) in Rotenburg geholfen. Ich danke Jutta und Jürgen für den spontanen Einsatz.  

Es ist zu erwarten, dass wir – wie auch 2015 und folgende – die bei uns aufgenommenen Flüchtlinge transportieren. Alles in Allem gibt es mir ein gutes Gefühl, dass der Fintau-Shuttle eine wichtige Einrichtung in unseren Gemeinden ist.  

Betrieb während der Coronawellen 

Erste Welle: Ging vom 16. März bis 18. Mai 2020. In dieser Zeit haben wir den Linienbetrieb kurzfristig eingestellt. Wir waren aber nicht untätig!   

  • Zusammen mit dem Hofladen von Karsten Indorf in Stemmen haben wir eine Bestellhotline auf die Beine gestellt und die Lebensmittel kontaktlos an Bürger:innen, die selbst nicht mehr mobil waren, ausgeliefert. Dieser Service wurde anfänglich gut angenommen, bis sich Jeder in den Gemeinden wieder an die Situation angepasst hatte. 
  • Wir haben an einem Förderprogramm des Bundes teilgenommen. Mit diesen Geldern konnten wir unseren Fahrbetrieb und den Bus umrüsten, damit wir den Fahrbetrieb unter Coronabedingungen für Fahrer:innen und Gäste sicher abwickeln konnten. 

Zweite bis heute sechste Welle: seit dem 18. Mai 2020 fahren wir die Linie ohne Unterbrechung. Mit der Samtgemeinde und dem Konzessionär haben wir vereinbart, dass wir keinen Fahrpreis erheben, um die Kontakte zu mindern.  

Bis heute hatten wir nicht einen einzigen Coronafall. Wir waren umsichtig, darauf können wir besonders stolz sein.  Auch die Fahrgäste haben unseren Einsatz honoriert. Heute sind die Fahrgastzahlen wieder auf dem Niveau “vor Corona”.

  • 2019 vor Corona – 402 Gäste pro Monat
  • 2020 erstes Coronajahr 279 Gäste pro Monat,
  • 2021 zweites Coronajahr 324 Gäste pro Monat
  • heute sind wir wieder knapp an den Werten von 2019 

Busbeschaffung: Man sollte es nicht meinen, mit fast 600.000 Km ist unser Bus jung geblieben. Dies verdanken wir der besonders schonenden Fahrweise unseres Fahrpersonals. Gemäß politischer Verordnung hätten wir schon lange auf einen neuen Bus zugreifen können. Macht das aber Sinn? 

  • NEIN, denn der Bus kann noch immer wirtschaftlich betrieben werden! Außer Verschleißmaterial (Reifen, Bremsen, Gelenke) fällt nichts an. Selbst ein Motor- oder Getriebewechsel ist betriebswirtschaftlich die bessere Lösung. 
  • NEIN, denn ein neuer Bus bedeutet, sich nochmal für einen Diesel entscheiden zu müssen. Dies ist in der heutigen Zeit nicht mehr zu verantworten.  

Drei Dinge sprechen für das Warten.  

  1. Die neue Bundesregierung beschleunigt den Ausbau der regenerativen Energien und damit auch die Ladenetze 
  1. Der Preis für Diesel wird in Zukunft extrem steigen und das nicht nur wegen Putin. 
  1. Einige Anbieter – wie Tribus – sind in der Endphase der Zulassung eines E-Busses, der auch für unsere Strecken geeignet ist. Im Laufe des Jahres 2022 wird sich unsere Arbeitsgruppe-Bus intensiv mit der neuen Technik befassen, um für 2023 eine Neuanschaffung anstreben zu können. 

Das soll es für’s Erste mal sein! 

Liebe Grüße 

Hans-Jürgen